Unten sind drei „links“ zu Slideshows unserer letzten grösseren Reisen nach Madagaskar im 2025 und nach Neuseeland/Thailand im 2024. Über die „links“ auf den Bildern gelangt ihr zu den Dateien auf meinem Adobe Cloud Speicher.
Kategorie: Allgemein
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Unser vorgesehener Waschtag ist verschoben, denn Air France hat unseren (nächsten) Flug annulliert. Das bescherte uns eine Zusatzschleife von sechs Tagen, die wir in Tana bei der Einwanderungsbehörde begannen (unsere Visa liefen ab) und dann bei einer Kundgebung in die Oberstadt weiter machten. Tagsdrauf sind wir mit neuem 4×4 nochmal in Richtung zentrales Hochland, um dann durch abwechslungsreiche Landschaften (dicht bewaldetes Gebiet auf ca. 2’000m und steile Auf- und Abfahrten durch Terassenlandwirtschaft) am „Itasy“ See einen mehrtägigen Halt zu machen [vulkanischer See, Geysire und Wasserfälle; in der weiteren Umgebung ein ca. 90 Millionen Jahre alter Krater (Ambohiby Massiv), in dem sich vor ein paar Jahren (2008) Bauern niedergelassen haben (Dorf Anosibe Ambohiby) und dort Früchteanbau im Krater betreiben (Zitronen und Orangen). Das Gebiet ist recht unzugänglich]
Zudem haben wir unterwegs wieder vermehrt die Herstellung von Holzkohle und Backsteinen gesehen und Menschen (jung und alt), die in Steinbrüchen Granitsteine in Handarbeit in (feinen und groben) Schotter zerschlugen; eine Wahnsinnsmaloche und sie bekommen für 1 kg ca. 20 Rappen.














































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Zum Abschluss haben wir noch die Primarschule des Quartiers Marohoho-Ankaditoho von Tana besucht, die auch vom Verein SATA aus der Schweiz unterstützt wird; dabei haben wir auch noch einen kleinen Stadteindruck mitgenommen: kleiner Ausschnitt vom Quartierleben, einige vormittagliche Demovorbereitungen aber keine (abgebrannten) Barrikaden. Trotz weiter bestehender nächtlicher Ausgangssperre war es ein recht sicherer Ausflug mit Fahrer und „Gemeindepräsident“ des Quartiers. Leider waren keine Schüler*innen vor Ort, da seit 14 Tagen die Schule (wie andere staatliche Schulen) wegen der politischen Lage geschlossen ist, während die kosten-pflichten Privatschulen weiter unterrichten: die Ärmsten der Armen zahlen mal wieder die „staatliche Zeche“, weshalb auch weiter dringend (finanzielle) Unterstützung nötig ist.






























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Die Inseln „Nosy Komba“ und „Nosy Be“ waren unsere Standorte, von denen aus wir Wanderungen bzw. Ausflüge machten: durch vielfältige Vegetation hoch über dem Strand ins Dorf mit eigener gesponserter Schule, in dem sie u. a. eigene, feine Schokolade produzieren; schnorcheln bei der Insel „Nosy Tanikely“ und eine Bootstour (Tagestour) zur wunderschönen „Nosy Iranja“. Das Faulenzen zum Abschluss haben wir aber auch nicht vergessen und die aktuelle politische Situation haben wir recht intensiv verfolgt.























































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Nach der Stornierung unseres regulären Flugs durch Madagascar Airlines sind wir dann halt unplanmässig mit einem kleinen „Privatjet für drei“ (Pilot und wir zwei) über landschaftlich tolle und faszinierende Gegenden geflogen (auf ca. 3’000 m Höhe maximal), wie wir es uns nicht erträumt hätten – diese Gegenden sind für unsereins Tourist*innen eigentlich viel zu abgelegen und unzugänglich.
Nach der Ankunft in Diego Suarez (Antsiranana) im „hohen Norden“ dann zu unserer Unterkunft an der Sakalava Bay und die „Trois Baies“. Die dann folgenden Tage wandern, schwimmen, Strand genossen und den Kitesurfern zuschauen. Zudem schnorcheln im „Mar Esmeralda“ (Mer d’Emeraude) und zu den „Tsingy Rouge“ bevor es Richtung „Nosy Komba“ und „Nosy Be“ ging.
































































alter Baobab, ca. 1’000 Jahre jung
















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Der „Masoala NP“ (eingerichtet 1997) ist aktuell der grösste Nationalpark Madagaskars und auch schweizweit bekannt geworden über das Engagement des Zürcher Zoos mit seiner Masoalahalle. Die Vielfalt von Flora und Fauna dieses Gebietes ist mächtig beeindruckend und unsere Besuche in einer der kleinen Ansiedlungen (Ambodeforaha) waren wieder sehr spannend. Jedoch wird in dem Gebiet des Nationalparks noch immer der illegale und mafiöse Holzhandel von „edlen Hölzern“ praktiziert – sprich: inoffizielle Duldung vom Staatsapparat ermöglicht Abholzung, Verschiffung und ertragreichen Verkauf (vor allem nach Asien/China).






























































































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Über die berühmte „Allée des Baobabs“ geht es als nächstes weiter auf Pisten und mit spannenden Flussüberquerungen (von Hand gezogene Fähren) nach Norden zum Tsingy de Bemaraha NP – eine zeitmässig sehr lange Anfahrt mit einem Schnitt von ca. 18 km/Stunde. Wir sind deshalb 3 Tage in dieser geologisch bizarren Gegend mit den nadelförmigen Kalksteinformationen (UNESCO Weltnaturerbe). Anschliessend geht es den gleichen Weg zurück, nochmals durch die Baobab Allee und dann in 2 Tagen retour Richtung Tana mit der Rückgabe des Fahrzeugs.
Zusammengefasst: sehr spannende Landschaften mit vielfältiger Flora und Fauna mitbekommen, sehr interessante Menschen getroffen und insgesamt alles gut gegangen auf unserer 4×4 Rundreise.



















































































































































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Die nächsten sieben Tage geht es an der Westküste Madagaskars mit sehr schönen Landschaften entlang: kilometerlange, unberührte Strände und vielfältige Natur – alles extrem abgeschieden und Stunden unterwegs, ohne in eine grössere Ansiedlung zu kommen – dennoch immer wieder kleinere Dörfer. Auch etwas 4×4 anspruchsvoll, weshalb wir einen lokalen „pisteur“ dabei haben, der uns auf dem richtigen Weg durch die diversen Sandpisten und die Salzebene nach Belo sur Mer navigiert.
Da es hier kaum Dörfer oder Ansiedlungen gibt und schon gar keine Stadt haben wir auch ne „Tasche voller Ariary“ (Währung Madagaskar) dabei – es gibt keine Möglichkeit zu wechseln oder irgendeinen Geldschein an einem Automat rauszulassen. Man kann also nur überfallen werden, was uns aber nicht widerfahren ist.





















































































































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Ab jetzt sind wir 4 Wochen mit einem 4×4 Nissan Navara unterwegs und unsere vorgeplante Route sieht (wenn wir nicht zu mega Veränderungen gezwungen sind) so aus:

Wir rechnen mit ca. 3’000 km und ca. 103 Fahrstunden, da wir wohl nicht allzu schnell auf den Pisten vorwärts kommen. Mit einem Mountainbike wären es aber immerhin auch noch ca. 201:45 Strampelstunden und mit Trekkingschuhen ca. 736:45 Laufstunden (ohne querfeldein Abkürzungen).
Unser erster Abschnitt geht von Antananarivo (Tana) zum Andasibe NP, in dem diverse Lemurenarten und Vögel endemisch sind. Von dort über das zentrale Hochland mit verschiedenen Nationalparks (Berge teilweise mehr als 2’600 m hoch) sowie grossflächigen Reisterrassen hinunter nach Tuléar, das auf Meereshöhe liegt. Mehrtägige Stopps haben wir nach Andasibe im Ranomafana NP, im Andringitra NP und im Isalo NP. Den Streckenabschnitt mit ca. 1’300 km haben wir trotz ellenlangen Schotterpisten mit Wellblech und teilweise mega Schlaglöchern auf der gemäss Beschreibungen „eigentlich einzigen geteerten Überlandstrasse“ Madagaskars (RN 7) gut bewältigt und der Umstieg vom Boot auf Nosy Bohara auf den „4×4 Landkilometerfresser“ ist uns ohne Probleme gelungen.













































Nachmittag am Bahnhof von Andasibe (2-4 mal pro Woche kommt der Zug)











Fivarotana mahagaga ao amin’ny ala mando: Ver-/Kauf von Bachkrebsen


















Verschiedene Lemurenarten …
… und vielfältige Natur im zentralen Hochland



































































































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Nach der Anreise über Paris sind wir die ersten fünf Tage auf Nosy Boraha (auch Île Sainte-Marie genannt), einer kleinen, ehemaligen Pirateninsel an der eher tropischen Ostküste Madagaskars. Hier im Indischen Ozean gibt es Sonne, schönes und warmes Meerwasser, weisse Sandstrände, Korallenriffe und vorbeiziehende Buckelwale. Vor allem als dann aber (Ende Winter auf der Südhalbkugel) Gewitter aufkamen, gab es tagesfüllend Starkregen und es war „eher mehr als recht nass“ und auch kühler; nach einem Tag, war es dann schon wieder vorbei. Für die Buckelwale, die zur Zeit ruhig ihre Bahnen in der Baie de Tintingue ziehen, war das aber wohl ein recht entspannter Tag, da die Boote mit Touristen an diesem Tag nicht ausliefen. Zwei Tage später konnten wir eine Walmutter mit Kalb vom Boot aus beobachten.
Für uns war diese Insel ein guter Ort zum Ankommen und in unsere Reise einzusteigen. Auch hat uns unsere Unterkunft nicht erschlagen: es ist eine eher gut überschaubare Bungalowanlage mit Strand-/Meerzugang und ohne grössere Hektik. Unsere paar Inselausflüge machten wir mit knatterndem Tuk-Tuk, Velo und zu Fuss – alles recht easy gewesen.










































































